8 Sätze die Du als alleinerziehende Mutter nicht hören möchtest

Ist das Leben als alleinerziehende Mutter oder alleinerziehende(r) Single nicht schon anspruchsvoll und teilweise auch herausfordernd genug? Ohne Zweifel. Es ist eine Lebensaufgabe, bei der so manche spaßige Aktivität schon einmal auf der Strecke bleibt. Gerade für alleinerziehende Singles sind solche Kommentare oft besonders belastend. In diesen 8 Sätzen zeigt sich besonders deutlich, welche Bemerkungen im Alltag einfach nur nerven und was man als alleinerziehende Mutter so hören möchtest.

Gerade als alleinerziehende Mutter sind Pflichten und Verantwortung oft wichtiger als vieles andere, was sonst so Spaß macht in der Freizeit. Und dann auch noch diese altklugen Kommentare von Menschen, die meinen alles besser wissen zu wollen. Obwohl sie selbst sogar teilweise gar keine eigenen Kinder haben und dementsprechend mit jener Lebenslage auch alles andere als vertraut sind. Doch welche Sätze sind denn besonders nervig und gehen auf Dauer auch an die Substanz? Hier 8 typische Beispiele…

  1. „Hast du denn keinen Babysitter?“

    „Natürlich gibt es die eine oder andere Person, die mir regelmäßig zur Seite steht und Aufgaben abnimmt. Aber wie du sehen kannst, ziehe ich es vor, die meiste Zeit selbst für mein Kind da zu sein. Es ist schließlich keine gute Alternative, es ständig hin und her zu reichen. Und wie du siehst, muss ich dieses Wochenende eben zuhause bleiben…“

    Solche Nachfragen sind einfach anstrengend.

  2. „Können nicht deine Eltern mal einspringen?“

    „Können sie durchaus. Aber denkst du wirklich, dass ich meine Eltern häufiger bitten werde als unbedingt nötig? Sie sind schließlich auch schon in einem entsprechenden Alter und haben weder Zeit noch Kraft, tagtäglich über mehrere Stunden auf mein Kind aufzupassen. Sie haben sich ihren Ruhestand schließlich auch redlich verdient!“

    Als ob Oma und Opa die Antwort auf jede Bequemlichkeit wären…

  3. „Andere kriegen das auch wunderbar gebacken!“

    „Mag ja durchaus sein. Aber wer sagt denn, dass bei jenen immer alles nach Plan und perfekt verläuft? Der äußere Schein kann gelegentlich trügen, mein Freund…“

    Und wer sagt, dass man es selbst nicht auch „wunderbar gebacken“ bekommt? Nur eben mit deutlich weniger Freizeit.

  4. „Kann sich nicht auch mal der Vater kümmern?“

    Anscheinend nicht, sonst würde er es wohl tun, oder? Aus welchen Gründen auch immer ist jener aber momentan leider nicht verfügbar und so bleibt nun einmal nichts anderes übrig, als seine Pflichten gleich mit zu übernehmen.

    Falls der andere Elternteil sich nicht kümmert oder unregelmäßig zahlt, kann Unterhaltsvorschuss eine wichtige Unterstützung für Alleinerziehende sein.

    Einmal mitdenken würde zur Abwechslung nicht schaden…

  5. „Es war ja deine Entscheidung…“

    Ob es das war oder auch nicht, sei einmal dahingestellt. Diverse Lebensumstände gehen nun mal ihre eigenen Wege. Ob der Liebling nun bewusst geplant oder sich durch einen „Unfall“ ergeben hat… Fakt ist, man liebt sein Kind über alles und ist daher niemandem, aber wirklich absolut niemandem Rechenschaft schuldig! Schon gar keinen Menschen, die von den Pflichten als allein erziehender Elternteil so viel Ahnung haben wie ein Schwein vom Klettern…

  6. „Toll, wie du alles alleine schaffst!“

    Vielen Dank auch! Aber wer sagt denn, dass man immer alles alleine schafft? Wohl niemand kriegt im Leben alles auf eigene Faust geregelt. Hilfe ist in vielen Lebenslagen wichtig. Ganz besonders bei der Erziehung von Kindern.

    Möglicherweise als Kompliment gemeint, aber auch eine Feststellung, die für innerlichen Druck sorgen könnte…

  7. „Genieße die Zeit, sie geht so schnell vorbei!“

    Als ob man das nicht selbst wüsste. Und so ziemlich die meisten Eltern genießen die schönen Stunden mit ihrem Liebling ganz automatisch. Allerdings kann von niemandem abverlangt werden, dass die stressigen und mitunter auch nervigen Momente stets mit einem freudigen Lächeln durchgezogen werden. Es kommt der Punkt, da fällt die Laune in den Keller. Eine natürliche Reaktion, die auch durchaus berechtigt ist.

    Also haltet die Klappe und wisst nicht in jeder Lebenslage alles besser!

  8. „Ich würde verrückt werden, müsste ich jeden Abend zuhause bleiben…“

    Ach, tatsächlich? Meint ihr denn nicht, dass man sich als Single Elternteil auch nach gelegentlichen Annehmlichkeiten an freien Abenden wie Disco oder Kino sehnt? Diese Sätze zeigen, wie schnell man die eigene Situation falsch einschätzt.

    Sehen wir aus wie Roboter? Ohne Gefühle und Bedürfnisse? Als wäre diese Erkenntnis gelegentlich nicht schon frustrierend genug, so muss man sich auch noch regelmäßig damit konfrontieren lassen. Hier ist cool bleiben angesagt. Auch mit den Kindern kann der eine oder andere Abend zuhause recht bunt verlaufen. Da kommt keine Disco Beleuchtung dran…

Praktische Tipps zum Umgang mit ungewollten Kommentaren von außen

So nervig viele dieser Sätze auch sind: Nicht jeder Kommentar verdient eine lange Rechtfertigung. Oft hilft es schon, sich klarzumachen, dass man nicht auf jede Bemerkung ausführlich reagieren muss. Ein kurzer Satz kann völlig ausreichen, wenn man gerade weder Energie noch Lust auf Diskussionen hat.

Ebenso hilfreich kann es sein, sich vorab ein paar ruhige Antworten zurechtzulegen. Wer in solchen Momenten überrumpelt wird, reagiert schnell aus dem Bauch heraus. Das ist verständlich. Trotzdem fühlt es sich oft besser an, wenn man für typische Sprüche eine knappe und sichere Antwort parat hat.

Wichtig ist auch, zwischen gut gemeinten, aber ungeschickten Aussagen und wirklich grenzüberschreitenden Kommentaren zu unterscheiden. Nicht jede unpassende Bemerkung ist böse gemeint. Manche Menschen reden schlicht, ohne nachzudenken. Andere überschreiten jedoch bewusst Grenzen. Dann darf man ein Gespräch auch freundlich, aber deutlich beenden.

Und nicht zuletzt: Du musst nicht alles mit dir allein ausmachen. Ein Gespräch mit vertrauten Menschen kann entlasten, gerade wenn solche Kommentare sich häufen und innerlich nachwirken. Manchmal tut es schon gut, wenn jemand einfach versteht, warum bestimmte Sätze verletzend oder anstrengend sind.

Kurz FAQ zum Thema

Wie reagiere ich, wenn mich ein Kommentar besonders trifft?

Dann ist Abstand oft die beste erste Reaktion. Du musst nicht sofort antworten. Manchmal ist es hilfreicher, erst später zu überlegen, ob überhaupt eine Reaktion nötig ist.

Muss ich mich für meinen Alltag als alleinerziehende Mutter rechtfertigen?

Nein. Wer Verantwortung trägt, trifft jeden Tag viele Entscheidungen. Nicht jede davon geht andere etwas an. Ein klares Nein oder eine knappe Antwort ist völlig in Ordnung.

Was, wenn die Sprüche aus dem nahen Umfeld kommen?

Gerade dann kann es sinnvoll sein, Grenzen freundlich anzusprechen. Wer regelmäßig mit denselben Aussagen konfrontiert wird, darf sagen, dass bestimmte Kommentare nicht helfen, sondern zusätzlich belasten.

Zum Schluss

Viele dieser Sätze sagen am Ende mehr über die Außenstehenden aus als über alleinerziehende Mütter selbst. Wer täglich Verantwortung übernimmt, organisiert, tröstet, entscheidet und weitermacht, leistet bereits genug. Dafür braucht es nicht noch unnötige Bewertungen von außen.

Am wichtigsten ist deshalb oft die eigene Haltung: Nicht jeder Kommentar muss ins Herz rutschen. Nicht jede Meinung verdient Gewicht. Und nicht jede Person versteht, was dein Alltag wirklich verlangt.

Es wird wohl immer Menschen geben, die meinen, nonstop alles besser wissen zu wollen. Jene halten sich mit ihrer Meinung auch nicht wirklich zurück, auch wenn man es sich in diesem Moment wünschen würde. Single Mama zu sein ist ein Vollzeitjob, der regelmäßige Pflichten, Geduld und ausreichend Liebe erfordert. Kraft und Mut sind ein Grundbedürfnis und keine Besserwisserei und unnötigen Aussagen.

Muttis haltet durch! Zieht euer Ding durch und lasst euch nicht sinnlos reinquatschen! Werden die Kinder älter, werden auch wieder lockere Zeiten kommen…